Way to Shambala
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Fade to grey

Kein besonderer Grund, einfach'n paar Dinge die in letzter Zeit doch interessiert hatten.


Zum einem - Es ist Herbst. Und ich fange schon wieder an zu spüren wie das merklich die Stimmung trübt. Stehe jeden morgen um 6 Uhr auf, gehe zur Haltestelle wo ich im Dunkeln die immer gleichen Gesichter sehe und kaum bin ich ein, zwei Stunden nach der Schule wieder zu Hause, dämmert es auch bereits wieder. Obwohl ich unter der Woche sowieso nur noch bedingt das Gefühl habe zu leben, zieht's der Herbst schon fast ins Lächerliche. Dunkeln, trübe und kalt. Ich habe ja nichts dagegen wenn es draußen dunkel ist - die Straßen sind schön leer - Aber Gott, man will auch was vom Tag haben! Bin ich froh wenn die Sonne wieder scheint und es warm draußen ist. Nicht das sich an meinem Tagesablauf was ändern würde, doch würde man sich nicht so beängt vorkommen.

Noch besser auch sobald ich endlich die Schule beendet habe. Ich lerne ja gerne, aber ich bin doch überrascht - Ich kann man noch gut daran errinnern wie ich zu meinen Realschulzeiten mich nach der Schule immer mit Freunden getroffen hatte, da war's doch mindestens schon 3, 4 Uhr und es juckte nicht. Aber mittlerweile komme ich nach Hause und ich könnte so ins Bett fallen, keinerlei Antrieb was zu tun - ... Mh, frage mich wann diese Veränderung kam. Nicht das es groß stört - wobei, doch, tut es - aber merkwürdig ist's ja schon. Am Alter, mh, liegt's wohl nicht. Und dennoch - Ich freu mich auf meine Nach-Schulzeit. Endlich n' Zivi machen oder generell was tun, irgendwas wovon ich denke, dass es richtig ist - Im Altenheim wär's ganz angenehm. Etwas Geld verdienen, nicht lernen und was richtiges tun.


Was mich aber doch n' wenig nachdenklich gemacht hat, im Nachhinein - Im Religionsunterricht sprach unser Lehrer, beiläufig, das Thema Antidepressiva an. Ich mag solche Medikamente nicht aber ich frage mich doch, ob damit so manche Sachen nicht leichter gewesen wären. Aber irgendwo war's dann wohl doch gut, dass alles alleine zu regeln. Mh, neugier eben - Mag froh sein, dass ich für so'n Zeugs keine Verwendung mehr habe. Trotz des Herbstes und seiner Melanchonie.
9.11.07 00:29


Endless Rain

Vielleicht schaff ich's doch noch den Blog ein wenig aufzupeppen, in letzter Zeit fehlt mir doch die Motivation aber vor allem der Inhalt. Es ist schon irgendwie kurios wie 5 von 7 Tagen der Woche gänzlich unreal wirken können. Ich mag am Dienstag schon nicht mehr sagen was ich am Montag gemacht hatte, mag daran liegen, dass ich immer das gleiche tue. An sich stört's mich doch oder - Doch, tut es. Die Schule ist schwer und das Abitur zu bekommen wird nicht leicht, aber ich hab's mir fest vorgenommen und ich werd's schaffen. Investiere doch einiges für meine Verhältnisse und bin recht stolz auf meine Leistungen und dennoch wünschte ich mir auch im Privaten n' bisschen mehr Erfolg. Eine gewisse Regelmäßigkeit mit der ich mal aus'n Haus komme denn es ist doch arg ermüdend wenn jedes bisschen Freizeit nur auf's Wochenende gequetscht wird, dabei sind diese beiden Tage doch zu schnell vorbei.

Wollt' seit Ewigkeiten n' Instrument lernen, was in Richtung Folk machen - FolkRock, FolkMetal, mir gleich. Violine oder Mandoline tät ich gern lernen aber woher die Zeit nehmen? Damit ließe sich ja leben, müsste ich nicht bangen, dass das angepriesene Studentenleben vielleicht doch nicht so entspannend ist wie man immer glauben mag. Wenn ich nun jetzt schon keine Zeit finde, wann soll ich dann noch? Gerade die Schulzeit sollte man doch genießen und Dinge ausprobieren, alle anderen schaffen's ja auch. Ich weiß noch als ich mir mit 18 Jahren sagte, dass ich doch endlich mal die ganzen Sachen ausprobieren sollte die mir im Kopf schweben - LARP im Sommer, Kampfsport in der Freizeit, n' Instrument lernen. Gemacht habe ich nichts davon und jeden Tag den man's aufschiebt bereuht mans do' immer mehr. Fällt mir'n ganz passendes Lied von EAV zu ein.

...Weil morgen, jo morgen, fang i a neues Leben an,
und wenn net morgen, dann uebermorgen,
oder zumindest irgendwann, fang i wieder a neues Leben an...


Kennt man nur zu gut. Was ich nicht heut mach, kann ich ja auch auf morgen aufschieben - Oder auf Übermorgen. Irgendwann mach ich's bestimmt. Tja, oder eben auch nicht. Jeder Tag ist doch eigentlich genauso gut wie der andere. Manchmal hasse ich meine Trägkeit dermaßen, dass ich nicht einfach mal los gehe und mache. Frag mich ob andere das nicht ebenso kennen. Was war das noch ne' Zeit vor'm Abi, wo die Schule gemächlich vor sich hin lief, keine großen Forderungen gestellt wurden und man den ganzen Tag für sich hatte. Mh, aber gut - Wenn man sich die Zeit nicht nimmt, hat man sie wohl. Mal guck'n, womöglich fang ich ja tatsächlich bald an, wenigstens ein wenig dessen, was ich mir vorgenommen habe, umzusetzen - ... Irgendwann. Hmpf.


Ansonsten bin ich auch glücklich, sobald ich die Schule hinter mir habe. Nicht weil ich ungerne zur Schule gehe, nun, gut, das stimmt wohl - Jedenfalls gehe ich arg ungerne auf die Schule, aber ich bin viel eher froh endlich was wirkliches tun zu können. Hab' schon seit langen das Gefühl, dass ich das Leben nicht zu würdigen weiß. Als ich damals klein war dachte ich es sei normal, in einem wohlbehüteten Zuhause von seinen Eltern umsorgt aufzuwachsen aber mit dem Alter, sieht man wohl ein, dass dies die Ausnahme denn der Normalfall ist. Arme Eltern, gescheiterte Ehen und Leute die nicht wissen wohin - Ja, ich bin n' verwöhntes Blag das vom Leben keine Ahnung hat. Gerade deswegen bin ich froh wenn ich nach der Schule endlich mein Soziales Jahr anfangen kann, wenigstens ein bisschen dessen zurückgeben. Gerade weil mir in letzter Zeit irgendwie sehr klar wurde, dass es nicht mehr lange dauert eher das große Sterben beginnen wird - Meine Großeltern werden jeden Tag älter und die Vorstellung das meine Eltern irgendwann nicht mehr sind, raubt einen den letzten Verstand. Der Selbstmord meines Onkels, hatte ich leider auch nie viel mit ihm zu tun, ist bald 1 1/2 Jahre her und dennoch vergisst man sowas nicht. Es ist nichtmal unbedingt sein Tod der mir so nahe ging als denn vielmehr diese Trauer welche sich in der Familie ausgebreitet hatte - Ich will mir nicht ausmalen wie es sich anfühlen muss, wenn die Großeltern sterben. ...
Aye, bin tatsächlich froh wenigstens ein Jahr nach der Schule meine Zeit ganz dem Leben widmen zu können. Am liebsten wohl im Altenheim, im Jugendzentrum oder derlei - Mal schau'n. Irgendwo trägt jeder eine gewisse Verantwortung denen gegenüber, welche es nicht so leicht hatten bzw. haben. Freu mich wirklich drauf - Bin kein Altruist, aber ich find's eine wichtige Sache auch mal was für andere zu leisten.
12.11.07 23:49